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Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz



Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) bringt einige Neuerungen mit sich, wenn du beruflich Lkw fahren möchtest.


Ausnahmen

Fahrten mit Kraftfahrzeugen:

  • bis 45 km/h zulässige Höchstgeschwindigkeit

  • der Feuerwehr

  • der Bundeswehr

  • der Polizei und des Zolldienstes

  • des Zivil- und Katastrophenschutzes

  • des Rettungsdienstes


Fahrten:

  • im Rahmen der technischen Entwicklung oder Untersuchung

  • zu Reparatur- und Wartungszwecken

  • zur Erteilung von Betriebserlaubnissen

  • im Rahmen der Hauptuntersuchung

  • mit neuen oder umgebauten und noch nicht in Betrieb genommenen Fahrzeugen

  • zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer zur Ausübung seines Berufs verwendet (Führen des Kfz nicht Hauptbeschäftigung)

  • mit Ausbildungsfahrzeugen in einer Fahrschule

  • zum Erwerb einer Grundqualifikation oder während der Weiterbildung

  • zur nichtgewerblichen Beförderung von Gütern zu privaten Zwecken



Lkw-Fahren bedeutet eine hohe Verantwortung. Du steuerst ein schweres Fahrzeug und meist auch eine wertvolle Ladung. Um dich gut auf das gewerbliche Fahren vorzubereiten und regelmäßig weiterzubilden gibt es das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz:
Wer ab dem 10. September 2009 seinen Führerschein in den Klassen C1 oder C zu gewerblichen Zwecken nutzen möchte, muss zusätzlich eine berufliche Grundqualifikation erwerben. Nur in einigen Ausnahmefällen brauchst du diese Grundqualifikation nicht.

Für den Erwerb der Grundqualifikation sind drei Möglichkeiten vorgesehen:

Berufsausbildung: Abschluss einer Ausbildung in den Berufen „Berufskraftfahrer/in“, „Fachkraft im Fahrbetrieb“ oder einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf mit vergleichbaren Fertigkeiten und Kenntnissen.

Grundqualifikation: Hier besteht keine Ausbildungspflicht, du musst jedoch zwei umfangreiche Prüfungen absolvieren (Theorie 240 Minuten, Praxis 210 Minuten).

Beschleunigte Grundqualifikation: Hier handelt es sich um eine umfangreiche Ausbildung mit 140 Stunden à  60 Minuten und einer knappen theoretischen Prüfung (90 Minuten). Für die Prüfungen zuständig sind die Industrie- und Handelskammern (IHK).

Weiterbildungen im Rahmen des BKrFQG:
Künftig musst du als gewerblich eingesetzter Fahrer alle 5 Jahre eine Weiterbildung besuchen. Der Umfang dieser Weiterbildung beträgt 35 Stunden à 60 Minuten innerhalb von 5 Jahren. Die Weiterbildung ist im Abstand von 5 Jahren zu wiederholen.

Nachweis:

Als Nachweis für eine gültige Grundqualifikation und Weiterbildung werden im Führerschein im Feld 12 die Schlüsselzahl 95 und das Ablaufdatum eingetragen (z.B. 95,03.08.2017).

 

Bild: Fotolia

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